Spargel wird immer beliebter und auch unerfahrene wagen sich daran, Spargel anzubauen oder zuzubereiten. Doch da gibt es immer wieder Fragen, die sich um die Spargelkultur ranken. Wir versuchen, hier ein paar Antworten und Informationen zu geben.
Die Spargelsaison endet am Johannistag (24. Juni), damit der Spargel noch ausreichend Zeit hat, durchzuwachsen und einen grünen Busch zu bilden. Vom 24. Juni bis zum ersten Frost sind es mindestens 100 Tage. Diese Zeit braucht der Spargel, um genügend Kraft für das nächste Jahr zu sammeln.
Spargel kann problemlos eingefroren werden. Schälen Sie und frieren Sie ihn in Tüten verpackt portionsweise ein. Der Spargel darf auf keinen Fall gekocht oder blanchiert werden, da er dann seinen Geschmack verliert. Den gefrorenen Spargel nicht auftauen lassen, sondern den gefrorenen Block ins kochende Wasser geben. Wenn es dann wieder kocht, benötigt der Spargel je nach Dicke 8-12 Minuten, bis er gar ist. Grünspargel kann genauso wie Bleichspargel eingefroren werden. Sie sollen den Spargel spätestens nach 6 Monaten konsumieren.
Nein, Grünspargel muss nicht geschält werden. Lediglich bei dicken Stangen schält man das untere Drittel, dass von der Farbe deutlich heller ist.
Einfach ausgedrückt: weißer Spargel wächst unter der Erde und wird gestochen, sobald sein "Kopf" das Licht erblickt, Grünspargel wird dagegen nicht angehäufelt und wächst bereits in der Sonne. Dadurch bildet der grüne Spargel die Stoffe, die er zur Photosynthese benötigt - und das macht ihn grün. Theoretisch können Sie aus Bleichspargel Grünspargel machen, indem Sie keine Spargeldämme anhäufen. Jedoch gibt es inzwischen auch spezielle Grünspargel und Bleichspargel-Sorten, die speziell für den Grün- bzw. Bleichspargelanbau gezüchtet wurden.
Blaue Köpfe bildet der Spargel immer dann, wenn er schon ein paar Stunden Sonne gesehen hat. Im Gegensatz zum Grünspargel entwickeln die weißen Spargelsorten zunächst blaue Köpfe. Würde man sie weiter wachsen lassen, würden auch sie grün werden. Blaue Köpfe schmecken genauso gut wie weiße Köpfe. Sie werden in den Geschäften meist etwas günstiger verkauft, da der Spargel optisch nicht mehr rein weiß ist, die Qualität ist aber die gleiche. Spargel, der komplett violett ist, entstammt einer besonderen Züchtung.
Ja, Spargel ist nicht giftig und schmeckt roh sogar besonders lecker. Allerdings empfiehlt es sich, nur die dünnen, zarten Stangen roh zu essen. Essen Sie nur das obere Drittel der dünnen Stangen, muss der Spargel nicht einmal geschält werden. Die dünnen Spargelspitzen eigenen sich besonders gut für Schinkenröllchen, Spargel-Lasagne oder Salate.
Manchen schwören auf Zucker und Salz, andere garen ihren Spargel mit einem Schuss Zitrone. Aber was schmeckt nun am besten? Zucker gibt man dann ins Kochwasser, wenn man befürchten muss, dass der Spargel bitte schmeckt - das war früher häufiger der Fall, der frische, deutsche Spargel enthält aber inzwischen kaum noch Bitterstoffe, so dass Zucker im Kochwasser nicht mehr nötig ist. Es reicht, das Kochwasser zu salzen. Unser Tipp: Geben Sie statt Salz eine Prise Fondor ins Kochwasser!
Wenn der Spargel schon geschält ist, dann verzehren Sie ihn möglichst am gleichen Tag, spätestens jedoch am nächsten Tag. Ungeschälter Spargel kann bei richtiger Lagerung 4-6 Tage aufbewahrt werden. Sowohl geschälter als auch ungeschälter Spargel sollte aus Papier oder Folie genommen werden. Schlagen Sie ihn in ein feuchtes Küchentuch ein und legen Sie ihn in das Gemüsefachs ihres Kühlschrank. Vermeiden Sie, Spargel mit Obst oder stark riechenden Obst oder Gemüse aufzubewahren, da er sonst den fremden Geschmack annimmt.
Spargel ist ideal, um abzunehmen - sofern man sich bei Soße und Butter zurückhält. Spargel selbst hat kaum Kalorien, da er zu 95% aus Wasser besteht. 100 g gekochter Spargel hat nur 13 kcal (52 kJ). Er enthält: 95g Wasser, 1,7g Eiweiß, 0,1g Fett, 1,5g Kohlenhydrate, außerdem Kalium, Phosphor, Calcium, Natrium und die Vitamine A, B1, B2, C und Niacin.
Asparagus kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "der nicht gesäte". Diesen Namen bekam der Spargel, weil er damals über Wurzelstecklinge vermehrt wurde. Auch heute legt man Spargelanlagen an, indem man die Spargelpflanzen als einjährige Pflanzen setzt. Der Vermehrungsbetrieb indes vermehrt den Spargel über Samen, die aus den roten Beeren gewonnen werden, die der Spargel nach dem 24. Juni durch das Durchwachsen lassen austreibt.