Spargel-Rekord

anekdotenJoanna Scothcott (1750-1814) war eine religiöse Frau, die in späteren Lebensjahren an Gehirnerkrankung litt. Kurz vor ihrem Tode behauptete sie, mit einem neuen Christus schwanger zu gehen, obwohl sie schon 64 Jahre alt war. Um dies zu beweisen, verzehrte sie 160 gegarte Spargelköpfe auf einmal. Dies war für viele ein sicheres Zeichen außergewöhnlicher Schwangerschaft, denn reichlich Spargel essen galt als Schwangerschaftsvorzeichen. (aus: Emil Reimers. Das Spargel-Kochbuch, Heyne-Verlag, München 1971)

Spargel-Noten

Gioacchino Rossini, der Komponist des „Barbier von Sevilla“ und des „Wilhelm Tell“, stand mit 30 Jahren auf der Höhe seines Ruhms. Er entsagte fast ganz seinem musikalischen Schaffen und verwandte sein Vermögen dazu, einer der ersten Feinschmecker Frankreichs zu werden. Sein Talent in der Küche stand dem des Tonkünslters nicht nach. Bezeichnend dafür ist eine Stelle aus einem seiner Briefe: „… und was Sie wohl ebensosehr wie meine neue Oper interessiert, ist die Entdeckung eines neuen Spargelrezeptes, das mir soeben gelungen ist…“ Und nun folgt eine ganz eingehende Schilderung der Spargelzubereitung vom Schneiden des Spargels bis zur Krönung des Salates durch eine raffinierte Sauce. (aus: Klaus Englert / Hans-Peter Wodarz. Spargel. Geschichte – Anbau – Rezepte, Prisma Verlag, Gütersloh 1985)

Spargel-Sammler

Der große norwegische Dichter Henrik Ibsen las in seinen Mußestunden mit Begeisterung – Kochbücher. Davon gefiel ihm besonders das seines Landsmannes Asbjörnsen, das den Titel trug: „Vernünftige Speisenzubereitung“. Und als Ibsen in seiner Münchner Zeit den Spargel kennen- ud verehren lernte, sammelte er eifrig alle Rezepte dazu und schickte sie Asbjörnsen. (aus: Klaus Englert / Hans-Peter Wodarz. Spargel. Geschichte – Anbau – Rezepte, Prisma Verlag, Gütersloh 1985)