Die Entstehung einer Spargelpflanze

Eine Spargelpflanze wird durch Samen vermehrt. Diese zirka 3mm großen, schwarzen Samen werden in Zuchtbetrieben, von denen es zirka zehn in Europa gibt, gezüchtet. Jede Zuchtstation hat unter Berücksichtigung verschiedener Merkmale von Spargeleigenschaften unterschiedliche Sorten auf den Markt gebracht. So gibt es frühe oder späte Sorten, d.h. der Erntebeginn ist früh oder spät. Es gibt Sorten für leichten, mittleren oder schweren Boden, es gibt Sorten, der sich für den Anbau unter Folie eher eignen als andere. Es gibt weißen Spargel, Grünspargel und violetten Spargel. Es gibt Sorten die eher zu dicken Stangen neigen und andere, die eher dünne Spargelstangen hervorbringen. Es gibt Sorten die besser schmecken als anderen und vieles, vieles mehr.

Fazit aber ist, dass wir hier in Deutschland in erster Linie drei bis vier Sorten bevorzugen und überwiegend auch anbauen.

Nach vier bis fünf Wochen entsteht aus dem Spargelsamen ein Spargelspross.

Nach vier bis fünf Wochen entsteht aus dem Spargelsamen ein Spargelspross.

Nach vier bis fünf Wochen entsteht aus dem Spargelsamen ein Spargelspross, der zur Spargeljungpflanze heranwächst.

Die Gewinnung von Spargelsamen ist sehr aufwändig. Auch nach der Ernte des Spargelsamens im Herbst ist der Samen noch nicht keimfähig. Dieser muss erst in einem aufwändigen Verfahren beim Züchter stratifiziert werden (d.h. der Samen wird keimfähig gemacht). Das alles erklärt auch den Preis für eine Spargelkorn. Mit teilweise bis zu 20 Cent pro Samenkorn ist die Vermehrung von Spargel sehr teuer.

Das von uns nun erworbene Saatgut wird im Frühjahr ausgesät. Dazu bedarf es einer speziellen Maschine, die extra für solch feines Saatgut geeignet ist. Mittels Unterdruck wird ein Saatkorn aus einem Behälter der Maschine angesaugt und dann mittels Überdruck im Boden abgelegt.

Nun vergehen vier bis fünf Wochen, bis der kleine Spargelspross sichtbar wird. Dieser Spargelspross möchte nun gehegt und gepflegt werden. Dazu gehören aufwändige Pflanzenschutzmassnahmen und Düngungen, damit aus dem kleinen Korn im laufe des Jahres ein starke Spargelpflanze wird.

Im Herbst stirbt dann das Laub der kleinen Pflanze ab und sie geht in die Winterruhe. Erst im Frühjahr, je nach Witterung Ende März bis Anfang April werden dann die Spargelpflanzen gerodet. Dies geschieht Maschinell mit einem großen Spargelpflanzenroder. Die Pflanzen werden mittels einem Schar ca. 20cm tief unterschnitten, denn so tief reichen die Wurzeln der Pflanze in den Boden. Über verschiedene Siebketten werden die Pflanzen dann von haftender Erde befreit und auf einen nebenan fahrenden Wagen befördert. Dieser Wagen bringt die Pflanzen dann zum Betrieb. Hier werden alle Spargelpflanzen von Hand sortiert und in spezielle Kisten gepackt. Diese Kisten haben einen Gitterboden und können somit gegen Wurzelkrankheiten gebeizt werden. Das wird bei allen Pflanzen gemacht und hat den Hintergrund, dass es oft im Frühjahr noch sehr feucht und kalt im Boden ist. Damit aber die Pflanze nicht von Fäulnisbakterien überlaufen wird, bietet man einen Schutz gegen solche Keime. Nach dem Beizen der Pflanzen werden diese in unterschiedlichen Stückzahlen in Tüten, Sacke oder Kisten gepackt und versendet.