Die Spargelsaison endet am Johannistag (24. Juni), damit der Spargel noch ausreichend Zeit hat, durchzuwachsen und einen grünen Busch zu bilden. Vom 24. Juni bis zum ersten Frost sind es mindestens 100 Tage. Diese Zeit braucht der Spargel, um genügend Kraft für das nächste Jahr zu sammeln.

Warum endet die Spargelsaison am 24. Juni ?

Warum endet die Spargelsaison am 24. Juni ?

Diese Kraft sammelt er, indem aus der Spargelstange ein kräftiger Busch mit feinen nadelförmigen Blättern wächst. Dieses Spargelkraut kennen viele auch als Blumensträußen, in denen es gerne als Gründ verwendet wird. Mit diesem Spargelkraut betreibt die Spargelpflanze die sogenannte Photosynthese und sammelt so Energie. Ein Teil davon wird in den Wurzen „eingelagert“. Mit dieser angesparten Kraft kann der Spargel im kommenden Jahr wieder austreiben und neue Stangen bilden.

Eins muss man sich dabei vor Augen halten. Der Spargel schickt sein Gemüse nicht gen Himmel, damit wir die leckeren Spargelstangen essen können. Es ist der immer neue Versuch, einen Stamm in die Höhe wachsen zu lassen, aus dem dann der Busch wachsen kann. Bis zu sieben Mal versucht der Spargel es – daher kann man in der Regel aus einer Spargelpflanze sechs Spargelstangen ernten. Die siebte Stange muss man dann allerdings durchwachsen lassen, damit man auch im nächsten Jahr wieder ernten kann. Und damit diese Stange durchwachsen kann, hört man am 24. Juni mit dem Spargelstechen auf.

Einzelne Händler bietet frischen Spargel auch über den 24. Juni an. Das passiert in den Jahren, in denen man eine Spargel-Anlage zum letzten Mal sticht, weil sie zu alt ist. Dann muss man keine Rücksicht mehr darauf nehmen, dem Spargel für das nächste Jahr ausreichend Kraft zu geben und kann bis zum letzten Trieb stechen.